Martina Geiger‑Gerlach

Raumwunder

Raumwunder
(Eine einvernehmliche Hausbesetzung mit Hilfe der Kunst)

Häuser die abgerissen werden sollen stehen, zwischen dem Auszug der letzten Bewohner*innen und dem tatsächlichen Abriss, wegen baurechtlicher Verzögerungen oft lange leer. Aufgrund des geltenden Mietrechts werden sie in dieser Zwischenphase nicht vermietet. Doch als Kunstprojekt können sie bewohnt werden, denn dann sind individuelle Absprachen möglich. Um das Potenzial dieser künstlerischen Zwischennutzungs-Strategie erlebbar zu machen, wird die erste per Kunst eroberte RAUMWUNDER-Wohnung als möblierter Wohnraum und als Ausstellungs-Off-Space genutzt. Bei der Wohnungsübergabe wird also auch eine kuratierte Einzelausstellung durch „4-Zimmer-Küche-Bad“ eröffnet und zum öffentlichen Wohnzimmerkonzert geladen. So kommen an diesen Abenden ganz verschiedene Menschen aus ganz unterschiedlichen Gründen zusammen: um temporär einzuziehen, aktuelle Kunst zu sehen, Livemusik zu hören, die Wohnung zu besichtigen, Nachbarn zu treffen, oder um zu erfahren, was das RAUMWUNDER ist. Dabei lernt man ganz nebenbei auch die eigentlich eine feste Bleibe suchenden RAUMWUNDER-Bewohner*innen kennen. Bei der ersten einvernehmlichen Hausbesetzung sind es Geflüchtete aus der benachbarten Gemeinschaftsunterkunft, die einfach keine eigene Wohnung finden.
Nach dem Eröffnungsabend wird die „4-Zimmer-Küche-Bad“-Ausstellung dann privat bewohnt, und kann nur noch von den Gästen der RAUMWUNDER-Bewohner*innen besucht werden. Bei jedem Wechsel der Interimsnutzer*innen wechselt auch die Ausstellung, und es wird zum nächsten öffentlichen RAUMWUNDER-Abend geladen.

Soziale Plastik (übertragbares Konzept) | Fotobuch 2016
Kostenfreie Vergabe des Konzept© | Beratung: martina@geigergerlach.de

Raumwunder 1 | 01.06.2016 – 30.06.2018
Karlshofstraße 42, 70599 Stuttgart
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Raumwunder 1
mit
Daniela Wolf – Fotografie
Saeed Karimi – Gitarre
Christa Munkert – Malerei
Cornelia Meyer-Nolle und Hermann Nolle – Gitarre und Mandoline
Ellen Rein – Malerei, Zeichnung, Objekt
Samuel Kübler und Kevin Thomé – Dudelsack und Bouzouki
Ivan Zozulya – Malerei
Roman Levin – DJ
Tillmann Damrau – Mischtechniken
Aitzi Cofre Real und Simon Gelsdorf – Gesang und Piano
Peter Haury und „Wotørwoerld / Dein Klon“ – Video-Remake
Thomas Köhler – Gitarre
Kids of Adelaide – Gesang und Gitarre



Von: bezirksbeirat@plieningen.de
An: stadträtin@stuttgart.de
Betreff: Für ein stadtweites RAUMWUNDER

"Wäre das etwas für den Gemeinderat? Wegen der Zwänge das Mietrechts eignet sich Wohnraum während der Zwischenphase nur als Kunstprojekt."

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Fotobuch
RAUMWUNDER - Für das leere Haus
74 Bildseiten
mit einem Essay des Philosophen Matthias Gronemeyer,
Softcover, 22 × 31,5 cm, Auflage 200
EXP.edition Verlag ©2018
Raumwunder